Georg Friedrich Haas: "La Profondeur"
"Unerklärlich abgründig" meinte der Kritiker der Kieler Nachrichten anlässlich der Aufführung von "La Profondeur", dem neuesten Werk von Georg Friedrich Haas an den Kieler Tagen für Neue Musik.
Die österreichische Erstaufführung im Mozartsaal des Konzerthauses unter Sylvain Cambreling und dem Klangforum Wien am 7. Februar diesen Jahres offenbarte ein akustisch sehr ungewöhliches Werk, vor allem wegen der ausschließlich tiefen Register der 13 Instrumente. Eine dunkle, schwere Klangmasse, die brodelt, auf- und abschwillt, und nach einem ohrenbetäubenden Fortissimo, aushaucht. Ein ganz eigener Klang, "unergründlich" eher als "abgründig". Bei der Universaledition gibt es dazu auch ein Audio Exzerpt.
Sylvain Cambreling hatte schon bei der allerersten Probe zu meinem Erstaunen eine ganz genaue Vorstellung von dem Wesen des Stückes, obwohl er es noch nie gehört hatte. Nach dem ersten Durchspiel forderte er nachdrücklich: "Ausdruck", was dem Orchester bei der Aufführung dann eindrucksvoll gelang.
Per email