Tatjana Lisnic: talentiert, unique und alles durch harte Arbeit
Nie war sie eingebildet, nie war sie voreingenommen, stets ist sie offen, flexibel, bravourös und immer und immer wieder eine Entdeckung für jene wert, die ihren Namen noch nie so richtig realisiert haben. Die Rede ist von Tatjana Lisnic.
Nun wird manch einer meinen "kenn ich doch, sie ist die Frau des Tenors Joseph Calleja" - doch berühmt berüchtigt für ihr Mozart- und 19. Jahrhundertrepertoire war sie schon vorher. Bis dato hat ihre Ehe mit Calleja sie nicht daran gehindert eigene Wege zu gehen, auch wenn beide gemeinsam insbesondere in den letzten Jahren an der Oper Frankfurt als das Traumpaar gehandelt wurden, so wie einst Roberto Alagna und Angela Gheorghiu es an der Oper von Lyon waren. „Manche Häuser fragen direkt nach uns beiden im Paket, aber das ist für uns keine Bedingung.“, so Calleja. In Japan passierte es zum Beispiel, dass Tatiana Lisnic für eine Rolle engagiert wurde und Joseph Calleja erst Monate später gefragt wurde, ob er in der gleichen Oper die Tenorpartie übernehmen wolle.Von Herzen zu empfehlen ist die 2002 bei Naxos erschienene Gesamtaufnahme von Puccinis' "Gianni Schicchi". Was für eine Stimme, wunderbare Übergänge, die Stimme ist nicht gepresst, einfach nur natürlich. Verismo und die Gesangeskunst eines Puccini erfahren mit Lisnics "Schicchi" Interpretation einen Höhepunkt, wie man ihn stets vergeblich an den Opernhäusern dieser Welt sucht. Nachdem sie erfolgreich das Herbert-von-Karajan Stipendiat absolvierte und nachdem der Wiener Staatsopernintendant Ioan Holender wie auch der Dirigent Riccardo Muti sie entdeckten ging es Schlag um Schlag. Die Moldawierin Lisnic hatte den Sprung auf die großen Bühnen dieser Welt geschafft und bis heute hat kein renommiertes Opernhaus auf sie verzichtet, sei es, um sie als Norina (Don Pasquale), Lucia (Lucia di Lammermoor), Susanne (Le Nozze di Figaro) oder als Mimi (La Bohème) zu engagieren.Bitte weiter so!
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