Verdi Requiem: Beste Einspielung aller Zeiten
Manchmal sagt man, dass nur Italiener italienische Musik gut aufführen können, weil sie es eben im Blut haben. Manchmal sagt man, dass nur Engländer "Hamlet" oder "Macbeth" aufführen können, weil beide Stücke England zur Wiege haben.
Im vorliegenden Fall treffen diese "manchmals" voll zu, den Sir Georg Solti hat mit seinem einstigen Chicago Symphony Orchestra die wohl beste Einspielung des Verdischen Requiems vorgelegt, die es bis heute gibt.Verdi - wir wissen es bezüglich der Opern - hat stets seine Sänger gefordert. Solti tut dies im Sinne Verdis auch und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ein Sängercast, dass einem warm ums Herz wird: Leontyne Price, Janet Baker, Veriana Luchetti und José van Dam, als auch der Chor aus Chicago, alle ohne Makel, ohne Tadel.Das beste an allem ist, wie Solti die Rhythmik Verdis herausfiltert (hört man es genau so bei anderen Einspielungen? eher weniger), wie mathematisch er an die Teile des Werkes geht, welche mit Fugen arbeiten (wie sehr hat doch Verdi immer wieder die Fugen Bachs als das Höchste angesehen und sich selbst in der Kunst der Fuge immer wieder probiert). Dann, der Glanz, der Abgrund, wie beide Lebenszustände instrumental von Verdi notiert werden und wie bravourös breit im Klang Solti sie darstellt.Bravo, bravo, bravo!Erschienen ist die Aufnahme bei RCA, eingespielt wurde sie im Jahr 1977.Verdi in BestformGiuseppe Verdi, Messa da Requiem
Dirigent: Sir Georg Solti, Solisten: Janet Baker, Leontyne Price, Veriana Luchetti, José van Dam
Chicago Symphony Orchestra, Chicago Symphony Choir
Erschienen bei: RCA, 1977

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