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Klassik von J.S. Bach bis Luigi Nono und mehr 
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Rosemary Joshua

 

Concerto Köln brilliert mit Händels mächtigstem Oratoriumwurf

Concertokoeln

Wo philosophische Innigkeit zuhause ist, wo Wärme durch Extreme und starke Kontraste entsteht, lesen wir die Handschrift von Georg Friedrich Händel.

Sein Oratorium "Israel in Egypt" gehört zu jenen beschriebenen Werken.

Zwei Dinge sind bei diesem in gigantischem Ausmaß komponierten Oeuvre (was Instrumental- und Chorsatz betrifft) unbedingt hervorzuheben:

die tragende Rolle des Chores, welcher zu achtzig Prozent zur Gestaltung des Werkes beiträgt. Noch nie zuvor, weder im "Messiah" noch beispielsweise bei "Jephta" ist Händel so weit gegangen, dass der Chor zum non plus ultra einer Komposition wird.

Das Zweite: Händel hat zur Komposition dieses Werkes länger gebraucht. Die Dauer bis zur finalen Zusammenstellung der Komposition erinnert an die h-Moll Messe von Johann Sebastian Bach. Denn so wie Bachs letztes Chorwerk hat Händel erst ein Stück skizziert und separat aufgeführt. Es geht dabei um den Schlusschor, den er mit 'Moses Song' betitelt hat.

Die Uraufführung der finalen Fassung (welche drei Teile besitzt, nicht zwei) hat am Anfang April 1739 in London stattgefunden, im Theatre Royal Haymarket.

Concerto Köln und der Chor des Bayerischen Rundfunks geben mit der vorliegenden Aufnahme eine Glanzleistung ab.


Beste Einspielung Händelscher Chormusik

Georg Friedrich Händel, Israel in Egypt, HWV 54
Concerto Köln
Dirigent: Peter Dijkstra, Interpreten: Rosemary Joshua, Atsuko Suzuki, Kobi van Rensburg
Erschienen bei: BRKlassik, 2009

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