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Klassik von J.S. Bach bis Luigi Nono und mehr 
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Orchestra of the 18th Century

 

Schubert auch bei bei Frans Brüggen beliebt

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Entgegen aller Behauptungen und auch selbst bei großem Lob für die Einspielung von Dirigent Jonathan Nott und seinen wirklich perfekten Bambergern muss für die Frans Bruggen Aufnahme der Schubertschen C-Dur Sinfonie (die "Große") eine Lanze gebrochen werden: Niemals zuvor klang Schubert auf CD so frisch, leicht, aber auch eckig und markant, wie hier. Die Wiener Philharmoniker unter Muti wirken hingegen etwas flächiger und verschwommener. Darüber hinaus rast Muti, wie so oft, dem Orchester mit seinem Ferrari-Tempo davon.

In der Sinfonie selbst ist ausser meisterlicher musikalischer gereifter Technik des Komponisten Leben in allen Fasern, Kolorit bis in die feinste Abstufung, Bedeutung überall,
schärfster Ausdruck des Einzelnen, und über das Ganze eine Romantik ausgegossen, wie man sie von Franz Schubert kennt.

Die Entstehungszeit der Großen C-Dur-Sinfonie lag lange im Dunkeln. Auf der Titelseite des Manuskripts ist die Jahreszahl „1828“ angegeben, Schuberts Todesjahr. Bereits im Jahr 1825 hat Schubert nachweislich in der Sommerfrische in Gmunden und später in Bad Gastein an einer Sinfonie in C-Dur gearbeitet. Doch war es jene C-Dur Sinfonie, von welcher hier die Rede ist? Erst Ende der 70er gilt es als bewiesen, dass der Autograph nachträglich auf 1828 datiert wurde.

Tolle Leistung von Brüggen

Franz Schubert, Sinfonie Nr. 8 (9) in C-Dur, die "Große"
Dirigent: Frans Brüggen

Orchestra of the 18th Century
Erschienen bei: Decca, 1992

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Gemütliches Schreiten, Pracht und Fülle im Klang - Brüggen mit h-Moll Messe

Brggen

Das Label Glossa legt eine Einspielung des wohl monumentalsten sakralen Werkes Johann Sebastian Bachs vor, die sich hören lassen kann.

Kein geringerer als Frans Brüggen widmet sich hier mit seinem Ensemble Orchestra of the 18th Century jener Messe Bachs, die zwar in der Aufführungsdauer nicht an ein Weihnachtsoratorium heran kommt, jedoch musikalisch weit vielschichtiger - und eben monumentaler - ist.

Im Gegensatz zu Minkowskis Interpretation ist der Instrumentalsatz nicht unbedingt lebendig, fast eher leicht schleppend, jedoch aber taktvoll und mächtig im Eindruck. Beeindruckend sind die Bachtrompeten, welche beim "Sanctus" und "Et resurrexit" sehr schön hervor kommen und bravourös gespielt werden. Chorisch gesehen (es singt die Cappella Amsterdam) muss sich Brüggen auch nicht unbedingt verstecken.

Was fehlt, ist vielleicht der "drive", wie bei Minkowski. Durch die leicht schleppende Art kommt kein Tempounterschied der einzelnen Sätze zum Ausdruck, wo doch das musikalische Zeitalter des Barocks vom Puls lebte, welcher zwar immer den gleichen Rhythmus hat, aber nicht immer die gleiche Schnelligkeit.

Frans Brüggen, ehemals Professor der Harvard-Universität, gebührt noch ein Dankeschön generell. Denn abseits der Wiederentdeckung einiger verschollener barocker Werke, hat er die Blockflöte als Soloinstrument wieder salonfähig gemacht.

 

Prägnant

Johann Sebastian Bach, h-Moll Messe, BWV 232 

Orchestra of the 18th Century, Cappella Amsterdam

Dirigent: Frans Brüggen, Interpreten: Dorothee Mields, Johannette Zomer, Patrick van Goethem, Jan Kobow



 

 


 


 

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