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Nikolaus Harnoncourt

 

Händels Oratorien: Saul

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Saul markiert mit seiner Herrschaft den Übergang von einem losen Zusammenschluss einzelner Stämme Israels zu einem festgefügten Staat. Zwar trat er wie die charismatischen Richter vor ihm in einer kritischen Situation als politisch-militärischer Führer in Erscheinung, legte aber im Gegensatz zu ihnen sein Mandat anschließend nicht nieder.

Die biblischen Erzählungen zu Saul finden sich im 1. Buch Samuel. Danach schlug er die Ammoniter in einer offenen Feldschlacht und befreite damit die von ihnen belagerte Stadt Jabesch in Gilead.

Als Georg Friedrich Händels Zeit als Opernkomponist dem Ende zuging, da ein "neuer Geschmack" was Oper betrifft über England zog, sagte er zu seinem Sekretär: "Die Oper ist vorbei, laßt uns Oratorien machen."

Händel ist der einzige Komponist, welcher "Saul" vertont hat.

Besonders zu empfehlen ist hier das Label Das Alte Werk, mit welchem Nikolaus Harnoncourt stark zusammengearbeitet hat.

Ein wunderbares Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist die komplette Einspielung von "Saul". Es spielt der Concentus Musicus Wien, als Sänger sind u.a. auch mit dabei Dietrich Fischer-Diskau und seine Frau Julia Varady.

Was man von Fischer-Diskau überhaupt nicht erwartet: wie gut er barock singen kann. Die Arie "As great Jehovah lives, I swear, the youth shall not be" ist ein musikalischer Höhepunkt des 2. Aktes.

Wunderbar konzertiert der Concentus: die Sinfonia, die den dritten Akt einleitet, perfekt musiziert. Oder auch der Chor im 1. Akt mit "How excellent thy name, o Lord", einfach herrliche Musik, wie überhaupt "Saul" sich stark über die orchestrale Gestaltung profiliert.

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