Bruckner Te Deum
Die Aufarbeitung Anton Bruckners bezüglich seines Lebens und bezüglich seines Werkes läßt bis heute sehr zu wünschen übrig. Wir kennen seine Sinfonien, sein geistliches Werk und darüber wiederum ein paar nicht unwichtige Dinge.
Was wir wissen ist beispielsweise, dass seine Sinfonien eine Herausforderung für jeden Dirigenten sind, insbesondere auch, weil Bruckner fast zu jeder Sinfonie mehrere Fassungen geschrieben hat. Was wir auch wissen ist, dass sein Oeuvre geistlicher Musik vom Tonumfang her eine Herausforderung für jeden Chor und jeden Solisten ist. Daniel Barenboim schafft mit dem New York Philharmonic Orchestra und dem New York Philharmonic Choir das Unmögliche: Er gibt Bruckners Te Deum, das rein objektiv eher statisch wirkt, Eleganz und doch bewahrt er gleichzeitig eine sinnliche Form, dem Habitus des Werkes und seines Zweckes angepaßt. Besonders im Teil "Aeterna fac cum sanctis tuis" ist dies deutlich zu hören. Aber auch im letzten Teil "In te, Domine, speravi" scheint nichts aufdringlich abdirgiert, sondern fein säuberlich ausdirigiert. Ein Plus der CD ist, dass Barenboim sich abseits des Te Deums auch der Messe in e-Moll und f-Moll angenommen hat.Bruckner in New YorkAnton Bruckner, Te DeumDirigent: Daniel Barenboim, Solisten: Anne Pashley, Birgit Finnilä, Robert Tear, Don Garrard
New York Philharmonic Orchestra, New York Philharmonic Choir
Erschienen bei: EMI, 1969


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