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Klassik von J.S. Bach bis Luigi Nono und mehr 
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Lucy Crowe

 

h-Moll Messe Bachs in ganz neuem Gewand

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Es gab sie immer, und es wird sie auch immer geben - jene, welche Musik zu Grabe tragen, und jene, welche Musik wieder aus dem Grab herausholen, wiederauferstehen lassen. Wiederauferstehungskünstler gab es bis dato einige. Ob Sir Roger Norrington, Sir Charles Mackerras, Nikolaus Harnoncourt, oder auch Sir John Eliot Gardiner. Sie alle haben sich um die Wiederbelebung und Neuinterpretation insbesondere von barocken Werken verdient gemacht.

Seit einigen Jahren gibt es ein weiteres "enfant terrible" in der Musikwelt, welches uns nicht zur Ruhe kommen läßt. Der Franzose Marc Minkowski hat nicht nur mit Les Musiciens du Louvre Grenoble sein eigenes Ensemble (wie viele andere), mit welchem er so einiges anstellen kann, nein, er hat noch dazu einen rasend guten Instinkt für das Wahrhaftige und damit Echte, den O-Ton, wenn man so will.

Jüngst erschienen ist seine Interpretation der h-Moll Messe von Johann Sebastian Bach (Label Naive). Es hört sich an wie Josquin des Prez, ist aber Bach. Oder wie Johannes Ockeghem - doch es ist Bach. Ein gesundes Tempo verwürzt nicht den Geschmack, sondern mundet wunderbar. Eine Interpretation, die auf dem besten Wege ist, Standard zu werden, wenn sie es vielleicht nicht schon ist.

 

kurz und gut
Johann Sebastian Bach
, h-Moll Messe, BWV 232
Les Musiciens du LouvreGrenoble

Dirigent: Marc Minkowski
; Interpreten: Lucy Crowe, Joanne Lunn, Julia Lezhneva, Colin Blazer
Erschienen bei: Naïve, 2008

 

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