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Luciano Pavarotti

 

Referenzeinspielung Mozart mit Big P

Pavarotti24

Wir sind mitten in den achtziger Jahren, mitten in jener Zeit, als Luciano Pavarotti schon der Herr des Tenorolymps geworden ist, er jedoch noch vielmehr künstlerisch sich austoben wollte, als es dann in den neunziger Jahren passierte, wo er sich mehr auf sein Kernrepertoire konzentrierte. Mit Mozart betritt Pavarotti Terrain, das nicht unbedingt das seine ist, denn die gewisse "italianita" fehlt doch stark, ganz im Gegensatz zu den Melodien eines Cimarosa, Donizetti oder Puccini.

Und dennoch ist die Kompletteinspielung von Mozart "Idomeneo" eine Referenzeinspielung aus mehreren Gründen. Zum einen steht am Pult Sir John Pritchard, einer der Pioniere der englischen 60ziger Jahre im Hinblick auf die historische Aufführungspraxis, welche weit vor Harnoncourt & Co. ein Umdenken in der Interpretation gewisser Werke gefordert haben. Mozartliebhaber mit der Vorliebe zum "Originalklang" kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Zum anderen vereint Pritchard Agnes Baltsa, Edita Gruberova, Luciano Pavarotti und Lucia Popp, allesamt Sängerinnen und Sänger, welche - ausser Popp - Mozart im Laufe der Jahre nicht mehr die Treue halten konnten, da ihre Stimmentwicklung anders verlaufen ist.

Meistereinspielung von Idomeneo

Wolfgang Amadeus Mozart, Idomeneo
Dirigent: Sir John Pritchard, Solisten: Luciano Pavarotti, Edita Gruberova, Agnes Baltsa, Leo Nucci, Lucia Popp
Wiener Philharmoniker, Konzertervereinigung Wiener Staatsopernchor

Erschienen bei: Decca Records, 1987

 

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Lucia di Lammermoor III

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Abseits der Tatsache, dass die Oper "Lucia di Lammermoor" mit der Titelpartie steht oder fällt, ist die Rolle des Edgardo, Lucias Liebhaber, nie ganz unwichtig.

Man erinnert sich an Aufführungen im Opernhaus Zürich, in den neunziger Jahren. Alfredo Kraus wollte es nocheinmal wissen und sang vier Vorstellungen mit Edita Gruberova. Er hat sich wohl überschätzt, denn so gut er einmal in der Partie des Edgardo war, so desaströs waren dann diese Auftritte. Die Stimme war nicht mehr geschmeidig genug, wie es für den Belcanto sein soll. Der Ausdruck, die Nuancen, die wichtig sind, kamen alle verschluckt rüber - kurz und gut, eher ein Albtraum, als ein Traum.

Der beste Edgardo seiner Zeit war Luciano Pavarotti. Er hat sich nie als Belcantosänger tituliert oder gesehen, aber gemeinsam mit Joan Sutherland, mit welcher er viele Opern des Belcanto wieder belebt hat, ist bei Decca Records eine CD entstanden, die heute noch zum "Lucia"-Standard zählt.

Pavarotti geht alles von der Zunge, ohne Probleme. Er hat eine so geniale italienische Gurgel, es sprudelt geradezu. "Qui di sposa eterna", die letzte große Szene des ersten Aktes, in welcher Lucia und Edgardo gemeinsam singen - ein wahrer Traum. Was eher witzig an der Sache ist, ist dass Sutherland eigentlich nie die Geschmeidigkeit einer Gruberova hatte, aber gemeinsam mit Pavarottis Stimme verliert sich dieses Manko und klingt einfach herrlich.

Es spielt das Orchestra Of The Royal Opera House of Covent Garden, die Leitung hat Sutherlands Ehemann, Richard Bonynge.Saftige und weiche Klänge, perfekt gespielt.

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