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Jessye Norman

 

Jessye Norman als Carmen

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Wäre der Kauf einer CD an den Originalklang gebunden, wäre diese CD Gesamtaufnahme von Carmen ein "must". Ein Orchester Frankreichs nimmt sich eines Stückes seines Landsmannes an, von Georges Bizet ist die Rede.

Wäre der Kauf weiterhin abhängig von einem Dirigat, das durchwegs solide ist, eventuell noch bespickt mit Kenntnissen was die Oper Frankreichs im 19. Jahrhundert stilistisch ausmacht, wäre auch hier diese Aufnahme ein "must". Es dirigiert Seiji Ozawa.

Kommen wir zur Hauptrolle, und diese ist neben Don José natürlich jene, welche dieser Opera Comique ihren Namen verleiht, so kann die Entscheidung, sich diese Aufnahme zuzulegen in der Tat essentiell sein, den mit der Titelpartie steht und fällt die gesamte Interpretation der Oper. Die Hauptrolle wird von Jessye Norman gesungen und so sehr einem diese Tatsache vielleicht zu Beginn mit Erstaunen begegnet, weil es gerade nicht unbedingt ihr Stimmfach ist, so sehr überzeugt ist man nach über zwei Stunden Hörerlebnis.Verführerisch, aber in Massen. Unheimlich, aber in Massen. Lyrisch, lyrischer sonst nirgendwo anzutreffen.

Carmen ungehört anders

Georges Bizet, Carmen
Dirigent: Seiji Ozawa, Solisten: Jessye Norman, Neil Shicoff, Mirella Freni, Simon Estes
Orchestre National de France,Choeur de Radio France

Erschienen bei: Decca Records, 1988


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Jessye Norman und Richard Strauss

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Es lohnt sich, einmal wieder in der Vergangenheit nachzuschauen, was denn schon so alles auf CD erschienen ist. Gibt es etwas, was man ohne weiteres auch heute noch empfehlen kann, was sozusagen zum Standard gehört?

Oh ja. Zum Beispiel Richard Strauss und die "Vier letzten Lieder" und die "Sechs Orchesterlieder". Bei dem Label Philips erschien 2002 eine CD mit dem Gewandhausorchester Leipzig, unter Kurt Masur (aufgenommen wurde das Ganze als Platte schon in den achtziger Jahren). Gesungen werden die Lieder von Jessye Norman.

Was für eine Frau, was für eine Stimme, was für eine gute deutsche Aussprache. Aber auch der Orchesterpart ist unglaublich subtil, durchdringend und wundersam, eben Kurt Masur, ein Kenner der Strauss-Literatur.

Die "Vier letzten Lieder" sind nach Gedichten von Hermann Hesse und Joseph von Eichendorff entstanden und von Strauss in der Schweiz zu Papier gebracht worden. Der Titel selbst stammt nicht vom Komponisten. Darüber hinaus dokumentieren diese Lieder vielmehr eine kontinuierliche Auseinandersetzung von Strauss mit den Themen "Tod" und "Abschied", womöglich auch vor dem Hintergrund des vergangenen Krieges und in Vergegenwärtigung des eigenen bevorstehenden Todes.

 

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