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Klassik von J.S. Bach bis Luigi Nono und mehr 
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Gewandhausorchester Leipzig

 

Vaclav Neumann und Leipzig

Neumann

Vaclav Neumann ist ein Dirigent, der leider bei vielen von uns in Vergessenheit geraten ist.

Mehr als zwanzig Jahre hat er den Klang der Tschechischen Philharmonie geprägt. Er war für viele Generationen Erzieher und "Vater" eines wahrhaftig tschechischen Klanges zugleich. Durch seinen unermüdlichen Eifer sind wir im Westen und auf der ganzen Welt in den Genuss vieler Werke von Dvorak, Martinu, Janacek oder Smetana gekommen, welche wir zuvor nur spärlich oder nie gehört haben bzw. hätten.

Geboren wurde Neumann 1920 in Prag. Er studierte am Prager Konservatorium Violine und Dirigieren. Sein Dirigatsdebüt hatte er 1948. Seinen durchschlagenden Erfolg hatte er 1956 an der Komischen Oper Berlin, deren Chefdirgat er von 1957 bis 1960 inne hatte. Danach wurde er Generalmusikdirektor des Leipziger Gewandhauses und auch dieses Orchester prägte er über mehrere Jahre. 1995 starb er in Wien.

Am 20. Juli 1894 erklang in Karlsbad Dvoraks 9. Sinfonie, genannt Aus der Neuen Welt, zum ersten Mal auf dem europäischen Kontinent, nachdem die Sinfonie ihre Premiere in London hatte.

Famos, Famos, Famos

Antonin Dvorak, Sinfonie Nr. 9
Dirigent: Vaclav Neumann

Gewandhausorchester Leipzig
Erschienen bei: Berlin Classics, 1980

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Tschaikowsky: Masur bietet alle Symphonien und Klavierkonzerte - top!

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Nicht nur beeindruckend vom Umfang her. Der Dirigent Kurt Masur hat mit seinen ehemaligen Stammorchestern - dem New York Philharmonic Orchestra und dem Gewandhausorchester Leipzig - alle Symphonien von Tschaikowsky eingespielt, und alle Klavierkonzerte.

Erschienen ist das Ganze bei Warner Classics und - es kann sich hören lassen.

Die Klaviervirtuosin ist eine Altbekannte, Elisabeth Leonskaja. Noch nie gehört?

Elisabeth Leonskaja zählt seit Jahrzehnten zu den gefeierten großen Pianistinnen. In einer von medialer Wirkung dominierten Welt bleibt Elisabeth Leonskaja sich und der Musik treu, ganz in der Tradition der großen sowjetischen Musiker, wie u.a. Swjatoslaw Richter, David Oistrach, Emil Gilels, denen es inmitten schwierigster politischer Bedingungen stets um die Quintessenz der Musik ging. Elisabeth Leonskajas Bescheidenheit, was die eigene Person angeht, ist schon fast legendär. Erlebt man sie auf die Bühne, spürt man jedoch sofort die immense Kraft, die daraus erwächst, wenn Musik zur Lebensaufgabe wird. Geboren in Tiflis, Georgien, in einer russischen Familie galt sie als Wunderkind, das schon mit 11 Jahren die ersten Konzerte gab.

Elisabeth Leonskajas musikalische Entwicklung wurde entscheidend von ihrer Zusammenarbeit mit Swjatoslaw Richter geprägt. Der geniale Pianist erkannte ihr außergewöhnliches Talent und förderte sie nicht allein durch Unterrichten und Beraten, sondern auch indem er sie einlud, etliche Duo-Konzerte mit ihm zu spielen. Ein musikalisches Ereignis! 1978 verließ Elisabeth Leonskaja die Sowjetunion, um Wahlwienerin zu werden. Ihr sensationeller Auftritt bei den Salzburger Festspielen 1979 markierte den Anfang einer stets wachsenden Konzertkarriere im Westen. Zahlreiche CD-Einspielungen und Auftritte in der ganzen Welt, wie bei den Salzburger Festspielen, und die Zusammenarbeit mit den größten Dirigenten ihrer Zeit und fast allen erstklassigen Orchestern, unter anderem mit den Berliner Philharmonikern und dem Guarneri String Quartet, zeugen von ihrer internationalen Anerkennung. Sie ist Ehrenmitglied des Wiener Konzerthauses.

Lange Rede, kurzer Sinn: Reinhören ist die Devise!

Geniale Verbindung zweier Künstler

Peter I. Tschaikowsky, Klavierkonzerte 1-3, op.23, 44 und 75
Dirigent: Kurt Masur, Solist: Elisabeth Leonskaja
New York Philharmonic Orchestra

Erschienen bei: Apex, 1996

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Jessye Norman und Richard Strauss

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Es lohnt sich, einmal wieder in der Vergangenheit nachzuschauen, was denn schon so alles auf CD erschienen ist. Gibt es etwas, was man ohne weiteres auch heute noch empfehlen kann, was sozusagen zum Standard gehört?

Oh ja. Zum Beispiel Richard Strauss und die "Vier letzten Lieder" und die "Sechs Orchesterlieder". Bei dem Label Philips erschien 2002 eine CD mit dem Gewandhausorchester Leipzig, unter Kurt Masur (aufgenommen wurde das Ganze als Platte schon in den achtziger Jahren). Gesungen werden die Lieder von Jessye Norman.

Was für eine Frau, was für eine Stimme, was für eine gute deutsche Aussprache. Aber auch der Orchesterpart ist unglaublich subtil, durchdringend und wundersam, eben Kurt Masur, ein Kenner der Strauss-Literatur.

Die "Vier letzten Lieder" sind nach Gedichten von Hermann Hesse und Joseph von Eichendorff entstanden und von Strauss in der Schweiz zu Papier gebracht worden. Der Titel selbst stammt nicht vom Komponisten. Darüber hinaus dokumentieren diese Lieder vielmehr eine kontinuierliche Auseinandersetzung von Strauss mit den Themen "Tod" und "Abschied", womöglich auch vor dem Hintergrund des vergangenen Krieges und in Vergegenwärtigung des eigenen bevorstehenden Todes.

 

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