Freischütz III
Eine "Freischütz"-Aufnahme muss doch noch hier erwähnt werden. Erschienen ist sie 2005 bei der Deutschen Grammophon. Dirigent ist Eugen Jochum, einer der großen deutschen Dirigenten der 70er und 80er Jahre, international wohl durch seine hervorragende Anton Bruckner-Interpretationen bekannt geworden.
Gesanglich - und damit sind erstmals die Solostimmen gemeint - ist der "Freischütz" für einen Tenor oder einen Sopran wohl eine Herausforderung. "Der Freischütz", das ist nicht irgendein billiges Singspiel, hier geht es um wenn überhaupt die erste deutsche romantische Oper in großen Aufzügen. Aber auch der Bassbariton, in Gestalt Kaspars, hat einige kaprizöse Noten zu singen, man denke nur an die Arie "Hier, im irdischen Jammertal" oder "Schweig, damit dich niemand warnt". Aber zum zweiten ist diese Oper eine große Herausforderung für den Chor. Eugen Jochum musiziert hier mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks einsame Spitze. Von der Artikulation kann man alles verstehen, selbst bei schnellen oder sehr rhythmisch veranlagten Tempi. Die besten Beispiele für eine erstklassige Chorpartie sind der Anfangschor "Viktoria! Viktoria!" oder auch "Schaut, o Schaut" im dritten Akt.
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