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Budapest Festival Orchestra

 

Brahms Erste "final" durchmusiziert

Baden-fischer

Ivan Fischer zählt zu den erfolgreichsten und kunstvollsten Dirigenten der Welt. Verdient hat der Chef des Budapest Festival Orchestras sich diesen Ruf mit seinen gefeierten Aufnahmen für Philips Classics und Channel Classics sowie seinen Auftritten als Gastdirigent bei angesehenen Symphonie-Orchestern wie dem New York Philharmonic, dem Cleveland Orchestra, den Berliner Philharmonikern und dem Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam.

Die Kombination Brahms und Fischer kann nur gutes bedeuten, denn es braucht einen subtil arbeitenden Dirigenten wie Fischer, welcher sich der filigranen Partitur der Ersten Brahms nähern kann. Selten haben Sinfonien einen Entstehungszeitraum von mehreren Jahren - die Sinfonie Nr. 1 gehört allerdings dazu. Die Ursache ist im Vorbild Beethovens gegeben, welchem Brahms sich zu seinen Lebenszeiten stellen musste, denn Beethoven war im ausgehenden neunzehnten Jahrhundert zum Gott der Sinfonik avanciert.

Schlussendlich ist diese Sinfonie genial angelegt, alles ist miteinander verwoben und bewahrt doch auch wieder seine Eigenheiten. Gerade der erste Satz bietet neben dem majestätischen Anfangsthema ein zweites zierliches Thema, welches sich im Verlauf des Satzes richtig herausemanzipiert. Die gegenseitige Abhängigkeit zweier Themen ist selten in Brahms Sinfonik so deutlich wie hier.

Brahms Erste: Es lohnt sich!

Johannes Brahms, Sinfonie Nr. 1 c.Moll, op.68
Dirigent: Ivan Fischer
Budapest Festival Orchestra

Erschienen bei: Channel, 2008

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