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Academy of Ancient Music

 

Georg Friedrich Händels Orgelkonzerte neu!

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Wenn wir schon bei dem wunderbaren Ensemble der Academy of Ancient Music sind, so sei hier noch eine Neuerscheinung ganz groß hervorgehoben.

Gemeinsam mit dem Organisten Richard Egarr ist bei Harmonia Mundi eine komplette Einspielung der Orgelkonzerte Georg Friedrich Händels erschienen.

Oft staunt man, warum Händel eigentlich nicht viel mehr für die Orgel geschrieben hat, so wie Bach. Die Frage ist berechtigt, kann aber auch ohne viel Drumherum beantwortet werden. Händel lebt die größte Zeit seines Lebens in England. Dort waren - wenn überhaupt - nur zweimanualige Orgeln Gang und Gebe, während im deutschsprachigen Raum die Orgel geschichtlich gesehen eine große Weiterentwicklung gefunden hat.

Händel stand auch keine Pedalik zur Verfügung - man stelle sich vor, es wäre so gewesen, was für wunderbare Werke wir mit Sicherheit von ihm überliefert bekommen hätten.

Somit ist das Hauptorgelwerks Händels auf diesen opus 7 konzentriert.

Gerade für die Sommerzeit ist diese Musik geeignet, so festlich, unterhaltend und leicht, mit wenig Dramatik.


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Haydn und der "englische" Paukenschlag

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Christopher Hogwood ist neben Charles Mackerras Englands Vorzeigebeispiel für eine musik-historische Aufführungspraxis. Mit seiner Academy of Ancient Music hat er zahlreiche Preise gewonnen, hervorragende Einspielungen gemacht, auch Werke wieder oder neu eingespielt, die in den Archiven zu verstauben drohten.

Seine Interpretation von Haydns "Paukenschlag" - und damit die Interpretation der Academy of Ancient Music - ist ohne weiteres zu empfehlen. Die Tempi sind waghalsig schnell, aber durch die kleinere Besetzung kommt die Rhythmik der Symphonie sehr gut zum tragen. Die ganze Aufnahme (erschienen 1994 bei Decca Records)  ist voller aufregender, glühender Musik verbunden mit  genialen (wirklich überraschenden) Emotionsausbrüche und Wendungen.

Wer Hogwood einmal live erleben möchte kann dies Ende Juli 2010 bei dem Schleswig-Holstein-Musikfestival tun. Dort widmet er sich dem Jahresregenten Mendelssohn.

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