Nonobach http://nonobach.posterous.com Klassik von J.S. Bach bis Luigi Nono und mehr posterous.com Sun, 11 Jul 2010 04:28:00 -0700 Tosca II http://nonobach.posterous.com/tosca-ii http://nonobach.posterous.com/tosca-ii

Mariacallascallas

Eine andere "Tosca" bekommen wir mit dem Liebespaar Maria Callas und Giuseppe di Stefano geliefert, auch bei EMI erschienen. Callas sang 1965 (als Endpunkt ihrer Karriere) zum letzten Mal die Partie der Tosca in London.

Man kann streiten und bestimmt - ja mit großer Sicherheit - passte zu Callas, zur ihrer Person an sich die Liebesdramatik der Tosca. Calles konnte allgemein diese Dramatiken so gut schauspielern, dass keine Sängerin ihrer Zeit ihr das Wasser reichen konnte.

"Presto! Su Mario", die letzte Tosca-Szene in der Oper birgt aber zuviel Frauengeschrei. Bis auf den letzten Spitzton findet sich hier wenig gut gesungenes, eher nur dahingesungenes. Hingegen sphärisch und spitzenklasse gestaltet Callas die berühmte Arie "Vissi d'arte" oder auch die Arie/Szene "Ed io venivo a lui tutta dogliosa", gemeinsam im Duett mit Scarpia.

Ein Rückblick: Maria Callas wird am 2.12.1923 in New York als Tochter griechischer Einwanderer geboren. Den Namen Kalogeropoulos läßt der Vater in Amerika in "Callas" vereinfachen. 1937 kehrt sie mit der Mutter nach Griechenland zurück, die Eltern haben sich getrennt. Dort nimmt Callas in Athen Gesangsunterricht bei Eliva de Hidalgo. 1938 debütiert Callas als Santuzza, 1940 - in ihrer Hochzeit eine ihrer Glanzpartien - als Tosca, beide Male an der Athener Oper.

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Sun, 11 Jul 2010 04:03:00 -0700 Tosca I http://nonobach.posterous.com/tosca-i http://nonobach.posterous.com/tosca-i

Tosca_01_dw_kultur_321209g

"Tosca" gehört seit Jahrzehnten zu den meistgespielten Opern der Welt. Ein riesen Erfolg, auch wenn für den Urheber des Werkes - Giacomo Puccini - nur noch posthum zu geniessen.

Was ist es, was an dieser Geschichte so zieht? Wohl die Dramatik, die wahre und tiefe Liebe der Tosca zu ihrem Mario. Eine Liebe, die auch bis in den Tod führt, ja sogar bis hin zum Mord. Tosca wird immer wieder in ihrer Liebe zu Mario gestört, durch Scarpia, den einflussreichen Politiker Roms. Er ahnt nicht, wie sehr sie ihn hasst, will er doch nur seine Liebe zu ihr erwidert haben - mehr nicht. Er ahnt es wahrscheinlich erst, als er lebensgefährlich von Tosca mit einem Brieföffner verletzt wird, zu Boden sinkt und stirbt.

Placido Domingo hat die Rolle das Mario wohl bis heute am besten verkörpert. Es geht einem in Fleisch und Blut über, wie er die Szene "E buona mia la Tosca" interpretiert oder die Arie "E lucevan le stelle".

Eine sehr  zu empfehlende Aufnahme ist einst bei EMI erschienen. Seine Partnerin als Tosca ist Renata Scotto. Kein Abstrich ist bei ihr zu machen, sie hat wahrhaftig eine Puccini-Stimme, ganz im Gegensatz zu Maria Callas, wie wir in einem weiteren blog besprechen werden. Der Bösewicht Scarpia wird durch Renato Bruson vertreten. Sehr profund, sehr tief, rachelüstern. 

James Levine dirigiert das Philharmonia Orchestra, der Mann, welcher seiner Zeit an der Met mit dieser fantastischen Oper debütierte. Ein orchestraler Genuss!

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