Nonobach http://nonobach.posterous.com Klassik von J.S. Bach bis Luigi Nono und mehr posterous.com Fri, 16 Jul 2010 11:57:00 -0700 Gänsehaut mit Norrington und seiner Händel-Lesart http://nonobach.posterous.com/gansehaut-mit-norrington-und-seiner-handel-le http://nonobach.posterous.com/gansehaut-mit-norrington-und-seiner-handel-le

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Wunderbar, einmalig, man bekommt Gänsehaut, wenn man sich die Aufnahme von Virgin Records anhört, auf welcher Sir Roger Norrington mit seinen London Classical Players die "Feuerwerksmusik" und die "Wassermusik" interpretiert.

Es tanzt, es lebt, es ist Schwung in der Sache und ein unglaublicher genialer Fluss - nichts wirkt langweilig oder nur dahingespielt.

Wohl kaum gibt es eine weitere bessere Interpretation dieser beiden Musiken als diese. Norrington kennt sich aus mit barocker Lebensmanier, damals, als doch der menschliche Puls das Tempo bestimmte, nicht ein Metronom oder gar ein Dirigent.

Sehr zu loben sind beim Satz "La Réjouissance" die Bläsertruppe, insbesondere die Trompeter - absolute Treffsicherheit in jeder Beziehung. Erwähnt sei auch noch, dass ausschliesslich auf Originalinstrumenten musiziert wird.

Wie Mozart schon sagte: "Händel weiß am besten, was großen Effekt tut." - so auch Sir Roger Norrington.

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Sat, 10 Jul 2010 04:50:00 -0700 Norrington + Beethoven = spitze! http://nonobach.posterous.com/norrington-beethoven-spitze http://nonobach.posterous.com/norrington-beethoven-spitze

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Manchmal scheint es, als ob Dirigenten unbedingt durch diese Prozedur müssen - namentlich Beethovens Sinfonien auf CD zu pressen.

In den 60er und 70er Jahren, als die Interpretation der Beethoven-Sinfonien ihren fast unerträglichen Höhepunkt erreicht hat, war wohl kaum ein anderer deutscher Komponist sooft gespielt worden, wie Beethoven. Sicher, die Nachkriegszeit und das Ideal der Freiheit, des "Sturm und Dranges", wie Beethoven es mit seiner Musik verkörpert, spielte hier immer noch mit.

Dann, in den 80er und 90er Jahren, kam die erwähnte Prozedur: Beethoven muss auf Platte, nochmals gelesen und neu interpretiert werden, da ist noch nicht alles rausgeholt, was rauszuholen ist. Alles im Sinne des Komponisten? Wohl kaum, kann man ihn doch nicht mehr live dazu befragen. Das Oeuvre des Meisters aus Bonn ist da, unvergleichlich, aber muss doch nicht bis aufs Letzte ausgepeitscht werden, oder?

Hänssler Classic hatte - so scheint es - mit dem Dirigenten Sir Roger Norrington und dieser mit seinem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart keine Eile. Eher zwingt sich der Gedanke auf, dass die Aufnahmen, die mit Norrington erschienen sind, einfach schöne Musik hörbar machen, natürlich nicht flachsig oder flüchtig vom Notentext her aufgeführt, aber doch einfach der Freude am Werk Beethovens wegen.

Leider fehlt noch die neunte Beethovens - hoffentlich kommt sie noch.


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