Nonobach http://nonobach.posterous.com Klassik von J.S. Bach bis Luigi Nono und mehr posterous.com Mon, 21 Feb 2011 14:25:00 -0800 BB = Zufall oder Plan? http://nonobach.posterous.com/bb-verbindung-oder-versuchung http://nonobach.posterous.com/bb-verbindung-oder-versuchung

Berio

Ein B für Boulez, ein B für Berio. Eine bewußte Symbiose oder reiner Zufall? Nein, es scheint schon, dass der Komponist und Dirigent Pierre Boulez sehr viel mit der zeitgenössischen Musik mehr anfangen kann, als mit Barocksound und, dass er sich intensiv wie kein anderer Dirigent zuvor mit seiner eigenen Sparte, wie auch seinen eigenen Kollegen auseinandersetzt. Nennen wir es folglich nicht Zufall, sondern eher willige Programmplanung, sei es live oder auf CD.

Es ist nicht jedermanns Sache, die Sache mit der Musik eines Luciano Berio, welcher das spieltechnische und klangliche Ausloten der Möglichkeiten eines Instrumentes und ihrer Kombinationen untereinander (bei mehreren Instrumenten) zu einer kompositorischen Herausforderung von eminenter Wichtigkeit ansieht, mit einher gehend natürlich ebenso die Umsetzung dieser "Wichtigkeit" in Form von Musikdarbietung bzw. Musikinterpretation. Diesem Reiz, ja dieser Aufgabe hat sich Berio in mit seiner "Sinfonia" gleich in mehreren "Sinfonieversuchen" angenommen. Berio meint selbst über Instrumental- und Vokalisten: "Die besten Solisten unserer Zeit - modern in ihrer Intelligenz, ihrer Sensibilität, ihrer Technik - sind auch fähig, sich in einer weiten historischen Perspektive zu bewegen und die Spannungen zwischen den schöpferischen Impulsen von gestern und heute aufzuheben: sie setzen ihre Instrumente als Mittel zur Suche und zum Ausdruck ein."

Eine unendliche Suche? Vielleicht, kann gut sein - denn Berios Musik hält vieles offen.

Spannende, nicht leichte Kost

Luciano Berio, Sinfonia
Dirigent: Pierre Boulez

New Swingle Singers, Orchestre National de France
Erschienen bei: Apex, 1984


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Sun, 13 Feb 2011 02:58:00 -0800 Jessye Norman als Carmen http://nonobach.posterous.com/jessye-norman-als-carmen http://nonobach.posterous.com/jessye-norman-als-carmen

Bizet-georges-05

Wäre der Kauf einer CD an den Originalklang gebunden, wäre diese CD Gesamtaufnahme von Carmen ein "must". Ein Orchester Frankreichs nimmt sich eines Stückes seines Landsmannes an, von Georges Bizet ist die Rede.

Wäre der Kauf weiterhin abhängig von einem Dirigat, das durchwegs solide ist, eventuell noch bespickt mit Kenntnissen was die Oper Frankreichs im 19. Jahrhundert stilistisch ausmacht, wäre auch hier diese Aufnahme ein "must". Es dirigiert Seiji Ozawa.

Kommen wir zur Hauptrolle, und diese ist neben Don José natürlich jene, welche dieser Opera Comique ihren Namen verleiht, so kann die Entscheidung, sich diese Aufnahme zuzulegen in der Tat essentiell sein, den mit der Titelpartie steht und fällt die gesamte Interpretation der Oper. Die Hauptrolle wird von Jessye Norman gesungen und so sehr einem diese Tatsache vielleicht zu Beginn mit Erstaunen begegnet, weil es gerade nicht unbedingt ihr Stimmfach ist, so sehr überzeugt ist man nach über zwei Stunden Hörerlebnis.Verführerisch, aber in Massen. Unheimlich, aber in Massen. Lyrisch, lyrischer sonst nirgendwo anzutreffen.

Carmen ungehört anders

Georges Bizet, Carmen
Dirigent: Seiji Ozawa, Solisten: Jessye Norman, Neil Shicoff, Mirella Freni, Simon Estes
Orchestre National de France,Choeur de Radio France

Erschienen bei: Decca Records, 1988


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Sun, 18 Jul 2010 07:33:00 -0700 Richard Strauss, Masur und die Franzosen http://nonobach.posterous.com/richard-strauss-masur-und-die-franzosen http://nonobach.posterous.com/richard-strauss-masur-und-die-franzosen

Onf-masur

Sehr spannend anzuhören ist eine jüngst beim Label Radio France erschienene CD mit dem Orchestre National de France. Dirigent ist Kurt Masur und auf dem Programm der CD steht Richard Strauss' "Alpensymphonie".

Das Werk selbst ist Programmmusik. Dem Werk liegt das Konzept zugrunde mit musikalischen Mitteln die Besteigung eines Alpengipfels und die Rückkehr ins Tal während eines Tages zu gestalten.

Eines gewaltigen Aufwands bedarf es, diese Symphonie von Richard Strauss zur Aufführung zu bringen - nicht nur wegen der riesigen Dimensionen dieses großartigen Werkes, was die Besetzung betrifft, sondern auch wegen so mancher skurriler Anweisung des Komponisten in der Partitur, wie manche Stellen gespielt werden sollten. Das Orchestre National de France und Kurt Masur stellt sich dieser Herausforderung. Aus den dumpfen Anfangstakten der entsteht eine ganze Welt, die das Orchester zum Leuchten bringt und ein Klang, der am Ende wieder im Nichts verschwindet.

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