Nonobach http://nonobach.posterous.com Klassik von J.S. Bach bis Luigi Nono und mehr posterous.com Sat, 22 Jan 2011 13:46:00 -0800 Freiburg mit extrem leichtem Händelklang http://nonobach.posterous.com/freiburg-mit-extrem-leichtem-handelklang http://nonobach.posterous.com/freiburg-mit-extrem-leichtem-handelklang

Barock_freiburg

Dass Georg Friedrich Händels Musik innig ist, voller Statik sein kann, und in Ausnahmezuständen leichter als eine Feder, das ist ein Fakt. Doch Leichtigkeit kann auch übertrieben angewendet werden. So bei der vorliegenden Aufnahme des Freiburger Barockorchesters unter René Jacobs.

Die Deklamation des Chores ist tadellos, auch die Solisten sind hervorragend besetzt. Kein Zweifel. Aber René Jacobs taucht die komplette Partitur in eine zu künstliche Leichtigkeitswelt. Die Art dieser Interpretation kommt wunderbar an, insbesondere beispielsweise bei den Arien wie "He was despised and rejected of men" oder "Comfort y, my people, saith your God", gleich zu Beginn des in Dublin uraufgeführten Oratoriums. Doch bei einem Chorstück wie "For unto us a child is born" ist der Wunsch nahe, mehr Basis und Bodenständigkeit vernehmen zu wollen.

Leider nur eine plausible Aufnahme.

Georg Friedrich Händel, Messiah, HWV 56
Freiburger Barockorchester, Clare College Choir
Dirigent: René Jacobs, Interpreten:
Kerstin Avemo, Patricia Bardon, Lawrence Zazzo, Kobi van Rensburg, Neil Davies
Erschienen bei: HM, 2005


Permalink | Leave a comment  »

]]>
Sat, 20 Nov 2010 09:21:00 -0800 Concerto Köln brilliert mit Händels mächtigstem Oratoriumwurf http://nonobach.posterous.com/concerto-koln-brilliert-mit-handels-machtigst http://nonobach.posterous.com/concerto-koln-brilliert-mit-handels-machtigst

Concertokoeln

Wo philosophische Innigkeit zuhause ist, wo Wärme durch Extreme und starke Kontraste entsteht, lesen wir die Handschrift von Georg Friedrich Händel.

Sein Oratorium "Israel in Egypt" gehört zu jenen beschriebenen Werken.

Zwei Dinge sind bei diesem in gigantischem Ausmaß komponierten Oeuvre (was Instrumental- und Chorsatz betrifft) unbedingt hervorzuheben:

die tragende Rolle des Chores, welcher zu achtzig Prozent zur Gestaltung des Werkes beiträgt. Noch nie zuvor, weder im "Messiah" noch beispielsweise bei "Jephta" ist Händel so weit gegangen, dass der Chor zum non plus ultra einer Komposition wird.

Das Zweite: Händel hat zur Komposition dieses Werkes länger gebraucht. Die Dauer bis zur finalen Zusammenstellung der Komposition erinnert an die h-Moll Messe von Johann Sebastian Bach. Denn so wie Bachs letztes Chorwerk hat Händel erst ein Stück skizziert und separat aufgeführt. Es geht dabei um den Schlusschor, den er mit 'Moses Song' betitelt hat.

Die Uraufführung der finalen Fassung (welche drei Teile besitzt, nicht zwei) hat am Anfang April 1739 in London stattgefunden, im Theatre Royal Haymarket.

Concerto Köln und der Chor des Bayerischen Rundfunks geben mit der vorliegenden Aufnahme eine Glanzleistung ab.


Beste Einspielung Händelscher Chormusik

Georg Friedrich Händel, Israel in Egypt, HWV 54
Concerto Köln
Dirigent: Peter Dijkstra, Interpreten: Rosemary Joshua, Atsuko Suzuki, Kobi van Rensburg
Erschienen bei: BRKlassik, 2009

Permalink | Leave a comment  »

]]>