Nonobach http://nonobach.posterous.com Klassik von J.S. Bach bis Luigi Nono und mehr posterous.com Mon, 28 Feb 2011 10:29:00 -0800 Dvorak und Giulini http://nonobach.posterous.com/dvorak-und-giulini http://nonobach.posterous.com/dvorak-und-giulini

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"Mein Kopf ist voll von Ideen. Wenn man sie nur sofort niederschreiben könnte", schrieb Antonín Dvorák am 10. August 1889 an seinen Freund Alois Göbl. Er war gerade mitten in der Arbeit an seinem Klavier-Quartett in Es-Dur. Seine neue (achte) Sym­phonie musste noch zwei Wochen warten, bevor er ihre Melodien und harmonischen Abläufe, die er schon eine ganze Weile im Kopf hatte, skizzieren konnte. Ein strahlendes Werk in G-Dur, mit vielen poetischen Momenten, das als Beweis dafür gelten kann, von welch großartiger Stimmung und Schaffenskraft Dvorák erfüllt war, wenn er sich auf seinem Sommerlandsitz in Vysoká aufhielt. Der erste Satz greift nach einer Einleitung sogleich ein Vogelmotiv auf in der Flöte auf. Es ist bezeichnend für die Freiheit, die sich Antonín Dvorák in seiner neuen Symphonie herausnimmt.

Antonín Dvoráks 8. Symphonie, noch geschrieben in der alten Welt, sie sollte in seinem Schaffen zu einem Bindeglied werden zwischen der europäischen Tradition, aus der er kam und den Klängen der Neuen Welt, die er schon bald aufnehmen und damit von sich reden machen würde. Ihre Uraufführung erlebte Dvoráks achte Symphonie am 2. Februar 1890 im Rudolfinum von Prag.

Den Dirigenten Carlo Maria Giulini zeichnet ein intuitives Gespür für den Freimut aus, mit dem Dvorák seine achte Sinfonie anlegte. Giulini war darauf bedacht, dass jeder Moment des freien Tempos und der Phrasierung vom jeweiligen Musiker ausschweifend genutzt wird. Und Sanftheit schwebt mit, in jedem Satz.

Voller Anmut

Antonin Dvorak, Sinfonie Nr. 8
Dirigent: Carlo Maria Giulini

RSO Köln
Erschienen bei: Profil, 1958


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