Riccardo Muti: Die Liebe der Wiener Philharmoniker
Vorab eine große Leistung, die man dem Dirigenten Riccardo Muti in der Tat zusprechen muss: Er hat es in den achtziger Jahren verstanden - als es neben ihm noch zig andere renommierte Dirigenten gab - sich einen Namen zu machen, sich ein Repertoire zu erarbeiten, sowohl in der Oper wie im Konzertfach. Heute zählt er dadurch selbstverständlich zu den "alten Hasen" und sind wir froh, dass wir ihn haben.
Von Mozart allerdings sollte Muti endlich einmal die Finger lassen. Mag Mozarts 'Linzer'-Sinfonie beim Abschlusskonzert der Wiener Festwochen in Wien zwar von "Schönklang" (Kurier Wien) geprägt gewesen sein, Muti jagte dennoch die Musiker mit einem Affentempo durch alle Sätze. Von Werktreue kann nicht mehr die Rede sein. Erinnern wir uns an Mutis Wiener Aufführungen von 'Le Nozze di Figaro' im Theater an der Wien? Genau dasselbe Malheur ist passiert - Eile wurde mit Eile verbunden und herausgekommen ist eine Aufführungsdauer der Oper, die wegen der Kürze wohl ins Guinessbuch der Rekorde gehört. Nur durch ein Wunder, dass die Sängerinnen und Sänger nicht aus dem Takt geflogen sind.
Glucks Musik jedenfalls wäre für Mutis Stil bestens geeignet.
Karten für die Gluckoper sind noch für den 3., 19., 21. und 24. August erhältlich.