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Pelléas et Mélisande - selten gespielt

Pelleas

Claude Debussy fühlte sich nach eigener Aussage durch die «traumhafte Atmosphäre» des Pelléas-Dramas von Maeterlinck, das «bei weitem mehr Menschlichkeit enthält als all die sogenannten lebensechten Stoffe», zu seiner einzigen Oper inspiriert. Sie lebt vom Andeuten und Verschleiern, vom symbolistischen Vernebeln, bei dem die Musik das Unausdrückbare in einem steten Blühen umspielt.

Herbert von Karajan liegt solche Musik ungemein. Er lotet mit den Berliner Philharmonikern den musikalischen Duktus dieser Traumsprache wunderbar aus und verhilft der kammermusikalischen Ebene mit blitzsauberen Bläsern und weichen Streichern zu Transparenz und klanglicher Dichte. Ihm gelingt ein grossformaler Bogen von der emotionslosen, schwebenden Zurückhaltung des ersten Teils in einem langgezogenen Crescendo hin zum wütenden Ausbruch des eifersüchtigen Goleaud.

Hörenswert

Claude Debussy, Pelléas et Mélisande
Dirigent: Herbert von Karajan, Solisten: Frederica von Stade, Jose van Dam, Ruggero Raimondi

Berliner Philharmoniker, Chor der Deutschen Oper Berlin
Erschienen bei: EMI, 1978

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