München und Bach - eine geniale Verbindung
Das Werk trägt die Nummer BWV 201. Das Werk wird selten gespielt. Das Werk heisst 'Der Streit zwischen Phoebus und Pan' und verdient einen genaueren Hinblick.
Unfassbar, unaussprechlich, ja erstarrt ist man beim Anhören dieser Musik, ist sie doch das genaue Gegenteil von dem, was wir sonst von Johann Sebastian Bach kennen: Mathematisch genial anglegte Sätze kombiniert mit wenig Theatralik und Prunk, jedoch mit viel Sentimentalität und Verzweiflung vor Gottes Zorn.
- "Labt das Herz, ihr holden Saiten, stimmet Kunst und Anmut an. Laßt euch meistern, laßt euch höhnen, sind doch euren süßen Tönen selbst die Götter zugetan.", so der Abschlusschor.
Eine Bachinterpretation, das ist immer so eine Sache für sich. Wohl kein Komponist wird täglich so oft gespielt, aber auch oft schlecht interpretiert.
Die bei dem Münchner Label Oehms Classics 2006 erschienene CD zeugt von absoluter Brillianz, chorisch, solistisch und instrumental. Hansjörg Albrecht, der Münchner Bach Chor und das Münchner Bach-Collegium musizieren erfrischend, leicht, aber eben auch theatralisch und voller Stolz und Anmut. Allein die Sinfonia zu Beginn hat Fluss, Lockerheit und eine Akzentuierung des Tempos wie seltenst gespielt und gehört.Am 26. Juli 2010 gastiert der Münchner Bach Chor in Brixen mit Anton Bruckners Messe Nr. 3, am 27. Juli 2010 ist der Chor in seiner Heimatstadt (in der Theatinerkirche) mit dem alljährlichen Programmfixpunkt "Kathedralmusik XXL" zu hören.
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