Mahlers neunte Sinfonie am besten interpretiert!
Wer erinnert sich noch an die Bamberger Symphoniker? Ja, Herbert von Karajan hat sie auch geprägt. Aber nicht nur. Inzwischen sind viele Jahre vergangen und auch wenn das Orchester nicht permanent international tourt wie es viele amerikanische Klangkörper tun, Arbeit in Europa oder auch zuhause in Bamberg selbst gibt es genug.
Gerade ging (leider) eine langjährige Ära mit dem Dirigenten Jonathan Nott zu Ende - fruchtbar in jeder Beziehung. Das Orchester hat nicht nur eine Bläserformation, dass einem Hören und Sehen vergeht, nein, es triumphiert derzeit weltweit an der Spitze mit Auszeichnungen über seine Gustav Mahler Interpretationen.
Das Magazin Crescendo schreibt über Mahlers 2. Sinfonie (auf CD im schweizerischen Label Tudor erschienen): "(...) Um einen Konzertmitschnitt aus dem Jahr 2008 handelt es sich auch bei Jonathan Notts neuer Mehrkanal-Produktion von Mahlers "apokalyptischer" Zweiter, die gewissermaßen nach dem Tod des "symphonischen Helden" in der Ersten einen kühnen Blick ins Jenseits, in das Totenreich der auf das "Jüngste Gericht" wartenden Seelen wirft: Und statt Strafe gibt es am Ende die alles verzeihende göttliche Liebe. Wie schon in seiner zuletzt veröffentlichten, von der Kritik umjubelten Neunten, gelingt es dem jungen Engländer und seinen perfekt eingestellten, hochmotivierten Bamberger Symphonikern auch bei dieser spekulativsten, philosophisch zentralen Symphonie Mahlers durch höchste Artikulationsgenauigkeit und perfektes Timing einen großen, ungemein spannenden und plausiblen Bogen zu ziehen über das fünfsätzige Monstrum. (...)"
Womit schon auf die neunte Sinfonie vorgegriffen ist: Nott, die Bamberger Symphoniker und Gustav Mahlers 9. Sinfonie - eine kaum zu überbietende Interpretation, auch auf CD bei Tudor erschienen. Hier stimmt jeder Satz, jede Phrase, es sei erlaubt zu sagen: Mahler hätte wirklich seine Freude mit diesen Musikern gehabt. Es bleibt beim Verstummen des letzten Tracks absolute Stille!
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