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Luigi Cherubini - eine Entdeckung

Cherubini

Eine absurde Geschichte, aber sie ist passiert.

Medien (auch in Frankreich) melden den Tod eines der bekanntesten zeitgenössischen Komponisten; ein anderer renommierter Komponist schreibt aus Verehrung für den verstorbenen Kollegen einen Trauergesang – und dann war es eine Zeitungs-Ente, denn: Der Meister lebt!

So geschehen im Jahre 1804. Der Totgesagte war Joseph Haydn (der tatsächlich noch fünf weitere Jahre lebte), und den „Chant sur la mort de Joseph Haydn“ komponierte Luigi Cherubini, der sich Haydn besonders verpflichtet fühlte, seit dieser ihn in Wien willkommen geheißen hatte. Eine französische Freimaurerloge beauftragte den in Florenz geborenen und in Paris lebenden Cherubini (1760-1842), eine Gedenkkantate zu Ehren Haydns zu schreiben. Cherubini vertonte Verse des Schriftstellers Louis Guillemain de Saint-Victor, der einige Abhandlungen über Freimaurerei geschrieben hatte. Die Verse beschreiben den anrührenden Gesang eines sterbenden Schwans “an den Ufern der Donau”.

Diese Aufnahme ist bei Phoenix Edition erschienen und eine Rarität.

Was kennen wir schon von Cherubini?  Wenig, leider. Immerhin schrieb dieser Mann 14 Opern, 6 Streichquartette, 2 Requiem, 38 Motetten, 11 Messen und ein paar Klaviersonaten.

Die CD „Chant sur la mort de Joseph Haydn“ (in Kooperation mit dem WDR entstanden) ist eine große Chance, Cherubini einmal näher kennen zu lernen - und es lohnt sich, insbesondere für jene, die elegische Momente mögen. Es spielt die Cappella Coloniensis.


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