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Julia Fischer und die Schubert-Fantasien

Julia Fischer zeigt in Ihrer juengst erschienenen Einspielung der Schubert Fantasien Ihre Doppelbegabung. Die Aufnahme ist bei Pentatone erschienen. In der Violinfantasie spielt sie den angestammten Violinpart, in der Fantasie zu 4 Haenden uebernimmt Sie neben Martin Helmchen den zweiten Klavierpart. Das schoene daran: dass diese beiden vollkommenen Spaetwerke nebeneinander zu hoeren sind, denn sie sind stark miteinander verwandt. Neben dem unglaublichen Einfallsreichtum bestechen beide Werke vor allem durch den Zauber der Einleitungsmelodien. Schubert entrueckt uns schlagartig in eine eigene Welt voller Melancholie, Schoenheit und Traurigkeit. Wenn die Melodien wiederkommen viel spaeter im Stueck, dann haben sie uns veraendert, wir nehmen Sie noch staerker wahr, erschuettert. Es ist eine aehnliche Wirkung wie bei Wagners Leitmotiven im Ring. Die Violinfantasie in Fischers Haenden kann es mit den Busch-Bruedern aufnehmen, die dynamische und sehr spontane Klavierfantasie von Britten und Richter gefaellt mir persoenlich besser. Fischer/Helmchen legen loeblicherweise viel Wert auf Transparenz, in Summe wirkt aber alles ein wenig akademisch. Und die Zaubermelodie ist etwas zu zart, zu langsam geraten. Dennoch ein Muss fuer den Schubert Verehrer.

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