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Joseph Haydn und der Paukenschlag

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Bei Joseph Haydn und seinem symphonischen Werk und dessen Interpretation streiten sich die Geister. Soll man die Werke in kleiner, klassischer Besetzung aufführen, oder eher auch groß?

Herbert von Karajan hat sich seiner Zeit wenig für eine historische Aufführungspraxis interessiert gezeigt. Viel wichtiger war im das Gesamtkunstwerk - meistens das symphonische - eines Komponisten und eine Gesamteinspielung. Ja, warum nicht. Er hatte doch seine Berliner Philharmoniker, eine "Ehe", die einfach einmalig war.

Und so gut klingt dann auch in großer Besetzung die Einspielung der Haydnschen Paukenschlag-Symphonie, erschienen auf CD 2009 bei der Deutschen Grammophon.

Karajan, hat man den Eindruck, setzt sich intensiv mit Haydns Sprache auseinander. Es klingt (wie schon manchmal erwähnt) nicht wie ein Brei, nein, viel Dynamik, viel Konzertierendes herrscht vor.

Der deutsche Titel „mit dem Paukenschlag“ bezieht sich auf den 2. Satz; er ist aber eher unpassend, als an der betreffenden Stelle das ganze Orchester einen überraschenden Fortissimoschlag bringt. Der englische Titel „Surprise“ ist daher treffender. Haydns erster Biograph, Georg August Griesinger berichtet dazu: „Ich fragte (Haydn) einst im Scherz, ob es wahr wäre, dass er das Andante mit dem Paukenschlage komponirt habe, um die in seinem Konzert eingeschlafenen Engländer zu wecken? „Nein“, erhielt ich zur Antwort, „sondern es war mir daran gelegen, das Publikum durch etwas Neues zu überraschen, und auf eine brillante Art zu debütiren (…).“


 

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