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Klassik von J.S. Bach bis Luigi Nono und mehr 
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Johann Christian Bachs Oper "Endimione"

Dianaendimionemola

Die Cappella Coloniensis ist eine Fundgrube, steht man auf Werke, von denen man noch nie etwas gehört geschweige denn gesehen hat. So auch im folgenden:

Johann Christian Bach ist uns allerseits insbesondere als jene Bachsohn bekannt, welchen es nach London verschlagen hat und welcher u.a. Mozart sehr geschätzt hat. Dass er sich auch der Oper widmete, ist uns am wenigsten bekannt.

Endimione ist die italienische Namensform des Königs Endymion aus der griechischen Mythologie, der angeblich in ewigen Schlaf verzaubert wurde, damit seine Jugend bewahrt werden konnte. Sein Name wie sein Mythos bildete ein beliebtes Thema in Kunst und Musik.

In der Oper "Endimione" von Johann Christian Bach – original als Serenata bezeichnet, was darauf hindeutet, dass es sich dabei um eine Auftrags- und Gelegenheitskomposition handeln dürfte, und am 6. April 1772 im Londoner King’s Theatre uraufgeführt – wird allerdings nicht der Schläfer thematisiert. Das Libretto von Pietro Metastasio, überarbeitet und ergänzt von Giovanni Gualberto Bottarelli, erzählt eine erotische Dreiecksgeschichte zwischen Diana, Nice und Endimione, listig gelenkt durch das verwegene Wirken Amors.

Wunderbar eingespielt ist dieses frühklassische Werk auf CD bei der Deutschen Harmonia Mundi.

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