Händels Oratorien: Israel in Egypt
Will man Koopman's Aussagen über Händel besser nachvollziehen, nehme man sich einen Händel vor, welchen der Mainstream eher wenig kennt.
"Israel in Egypt" ist ein Oratorium, welches Händel sehr am Herzen lag. Keines seiner anderen Oratorien stellt den Chor so stark und perfekt in den Mittelpunkt. Nur vier Tage nach der Fertigstellung des Oratoriums "Saul" begann Händel am 1. Oktober 1738 die Arbeit an "Israel in Egypt" und schloss diese bereits nach vier Wochen ab. Anders als im kurz zuvor entstandenen "Saul" steht hier das Volk der Israeliten im Mittelpunkt. In der Darstellung der sieben Plagen und im abschließenden Moses-Lied erweitert Händel den Chor zum Doppelchor und erzielt unglaublich beeindruckende - dämonische und glorreiche - Klangwirkungen, wahnsinnig direkt, wie Koopman sagen würde.Die Carus-Aufnahme aus dem Jahr 2008 mit dem Rastatter Vocalensemble und dem wirklich toll musizierenden Barockensemble "Les Favorites" unter Holger Speck greift auf die dreiteilige Erstfassung von Israel in Egypt zurück, die neben den beiden aus Bibelzitaten zusammengestellten Teilen zwei und drei auch den von Händel aus dem "Funeral Anthem für Königin Caroline" adaptierten ersten Teil enthält.Kaufen, kaufen, kaufen!
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