Gustav Mahlers Fünfte
2010 gedenkt die Musikwelt dem hundersten Todestag eines Komponisten, der wie kein anderer bis heute das Publikum, die Medien, die Interpreten seiner Werke und die Wissenschaft entzweit:Gustav Mahler. Die 5. Symphonie, welche am 18. Oktober 1904 unter der Leitung des Komponisten in Köln vom Gürzenich-Orchester uraufgeführt wurde, ist nicht nur immer wieder ein beliebtes Profilierstück für Dirigenten, sondern auch für Orchester. Das Los Angeles Philharmonic Orchestra kann sich hierbei ohne weiteres neben den Berliner oder Wiener Philharmonikern bezüglich der Werkinterpretation sehen lassen. Auch die 1977 erschienene Aufnahme bei Decca Record beweist Brillianz und Prägnanz in allen drei Teilen des momumentalen Werks, welches Mahler bis zu seinem Tod immer wieder überarbeitet hat.
Dass ein Mahler-Fachmann wie Zubin Mehta am Pult steht, hört man vom ersten Takt an. Dynamik und wie auch Rhythmik sind sicher gewählt, es gibt keine Phrase im Verlauf des Werks, die unbeachtet geblieben ist - Mehta verleiht nicht nur im berühmten Adagietto, sondern auch im Scherzo und Rondo der Symphonie jene Sensibilität, die es mit Sicherheit verdient hat. Auch sehr hörenswert ist übrigensd Zubin Mehta mit dem Bayerisches Staatsorchester, erschienen bei Farao Classics.
Per email
