Feuerwerks- und Wassermusik by Handel
Naja, da hätte man sich von den Engländern und vor allem vom Barockspezialisten John Eliot Gardiner etwas besseres erwartet.
Sehr enttäuschend im Tempo, überhaupt in der ganzen Interpretation, ist die bei Decca erschienene CD mit Georg Friedrich Händels "Feuerwerks- und Wassermusik". Allein schon im ersten Satz der "Feuerwerksmusik" fehlt die markante Rhythmik, das typische Punktierte bei Händel versinkt im nirgendwo. Seine ganze Musik ist permanent davon durchsetzt, egal ob in seinen Oratorien, Opern oder anderen Werken. Es klingt alles verschlafen, einheitlich, nicht temperamentvoll und tänzerisch. Die restlichen Sätze braucht man erst gar nicht zu erwähnen. Die Streicher spielen einfach zu brav, frech hört sich anders an. Der Dirigent Roger Norrington sieht das Ganze so: "Man muss spielen mit viel Phrasierung, mit starker und leichter, und mit viel Rhythmus. Zentral ist dieser Schwung. Alles ist tanzbar, sie haben in 18. Jh. Musik mit den Füßen gehört."Genauso ist es - schade, die English Baroque Soloists einmal auch enttäuschend.
Per email