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Diana Damrau: das Wunder

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Wie lange hat Deutschland nach einer würdigen Nachfolgerin von Edita Gruberova gesucht, wie lange nach einer Mozartinterpretin, wie lange nach einer Verdiinterpretin? Sänger, welche mehrere Stile verschiedener Epochen vereinen, sind rar. Karajan nannte sie "Jahrhundertstimmen". Dass Netrebko nicht dazu gehört, darauf ist in anderen blogs schon mehrmals hingewiesen worden.

Um weiterhin den Anti-Netrebko-Kurs zu halten, und um sich nicht einfach vom Medienrummel um eine Russin fertig machen zu lassen, sollte man standhaft sein und Vergleiche suchen, andere Sängerinne, aus anderen Ländern. Nur scheut das Gros der Bevölkerung diese Vergleiche. Doch es lohnt sich.

Diana Damrau ist eine Ausnahmeerscheinung besonderen Ranges. Auch sie sang am 26.Juni 2010 bei der Abschiedsgala des Wiener Staatsoperndirektors Holender. Sie interpretierte die Hauptpartie von Bellinis "Sonnambula", mit dem Effekt, dass man im wahrsten Sinne des Wortes an den Stuhl gedrückt wurde. Wucht und Filigranes vereinten sich, Koloraturen wurden wohl und sanft ausgewählt.

Wer sich Damrau nicht entgehen lassen will, der schaue sich die Sopranistin im Oktober 2010 im Theater an der Wien an. Dort singt sie die berühmt berüchtigte Partie der Zerbinetta (Richard Strauss, "Ariadne auf Naxos").

 

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