Beethovens Sinfonie Nr. 8 im "best of" - Format
Es ist die Zeit, in welcher der Brief Beethovens an die "Unsterbliche Geliebte" geschrieben wurde - jedoch nie abgesendet worden ist. Es ist auch jene Zeit, in welcher Beethoven gerade auf Kur war, in Teplitz und es sei erlaubt zu behaupten, dass die 8. Sinfonie in Harmonie mit sich selbst geschrieben ist, ein Zustand, welcher bei Beethoven ja seltenst anzutreffen war.
Wolfgang Sawallisch und das Concertgebouw Orchestra Amsterdam formen ihren Klang exakt so: in Harmonie. Der zweite Satz ist dabei das Herzstück: eine Anhäufung von Modulationen, Carl Maria von Webers "Freischütz" und die Arie des Ännchen kommen einem gleich zu Beginn in den Sinn, diese Leichtigkeit des Ausdrucks gepaart mit akurater melodischer Rhythmik. Wolfgang Sawallisch, welcher mittlerweile 88 Jahre ist und einer der letzten großen Dirigenten des 20. Jahrhunderts verkörpert, meinte einst in einem Interview bezüglich seiner Herangehensweise an die Interpretation von Klassik: "Das ist ganz einfach: Als Dirigent stelle ich mich in den Dienst der Partitur und des Komponisten, egal ob das nun ein vorklassischer, ein zeitgenössischer oder ein Barock-Komponist ist. Ich versuche, den Inhalt eines Werkes zu erfassen, über das Notenbild, was ich ja als einzigen Beleg für die Musik vor mir habe. Das, was sich der Komponist bei seiner Komposition gedacht haben mag, versuche ich dann nach meinem Gefühl mit dem Orchester und den Solisten umzusetzen."Erste Sahne - Sawallisch und Beethovens AchteLudwig van Beethoven, Sinfonie Nr. 8, op.93
Dirigent: Wolfgang Sawallisch
Concertgebouw Orchestra Amsterdam
Erschienen bei: EMI, 1993
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