Bach und die Sinnlichkeit II
A propos Julia Fischer, Bach und die Sinnlichkeit: Schon einmal etwas von der Pianistin Joanna MacGregor gehört?
In ihrer Heimat Großbritannien ist die Pianistin als Leiterin von Festivals keine Unbekannte mehr und gab im Jahr 2001 darüberhinaus ihr Debut als Dirigentin. Als Künstlerin versteht Joanna MacGregor sich selbst vorwiegend in der Position einer Vermittlerin zwischen Musikern und Komponisten einerseits und dem Publikum andererseits. Dementsprechend wenig Anlass sieht sie derzeit dafür, selbst zu komponieren, zieht aber durchaus in Erwägung, dies in Zukunft zu ändern und dem eigenen Schaffen in dieser Hinsicht mehr Raum einräumen.
Derweil aber erobert sie die Welt durch ständiges Konzertreisen, ist eine Ruhelose, die viele Hotels von innen kennt, aber nur selten Gelegenheit hat, längere Zeit daheim zu verbringen.
Im März 2010 ist bei Warner Classics eine CD mit ihr erschienen, die wohl "Sinnlichkeit" auch als Überschrift haben könnte. MacGregor interpretiert Johann Sebastian Bachs "Goldberg Variationen". Sehr beeindruckend, wie leicht alles klingt (im Gegensatz dazu, wenn man sich das Notenbild ansieht, welches - typisch Bach - sehr mathematisch undurchschaubar aussieht).
Ja, Frauen können es mit Bach sehr gut.
Brava!
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